Vorstandswechsel und Änderungen bei der Deutschen Buddhistischen Union DBU

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  • Wenn dies jedoch nun zum Anlass genommen wird, Lama Ole Nydahl und den Diamantweg-Buddhismus generell zu diskreditieren, zeugt das offensichtlich von einer anderen Auffassung von Meinungsfreiheit und Demokratieverständnis.

    Hier sehe ich erneut das Problem, dass LON mit dem Diamantweg immer wieder gleichgestellt wird. Es ist nicht zu verachten, dass LON ein fester Teil der Gemeinschaft ist - dennoch sollte man LON nicht als Diamantweg betrachten, sondern als Menschen.


    Quote


    Auf unsere Nachfrage hierzu äußert sich Lama Ole Nydahl zusätzlich mit folgenden Worten: „Als Buddhist kann man nicht anders als ein ehrlicher Humanist zu sein. Man darf kritisieren, aber das Gewaltmonopol in Deutschland wie auch in Dänemark hat nur der Staat.

    Wenn die Anschuldigungen stimmen, dann wäre dies hier eine Untertreibung der Geschehnisse.


    Nach wie vor halte ich es für sehr, sehr wichtig, dass angefangen wird, zwischen einem Lehrer und einer Gemeinschaft zu unterscheiden. Ich fände es schön, wenn die BDD eine Stellungnahme veröffentlichen würde, in welcher es nur um die Stellung des BDD geht - nicht um die von LON oder sonst wen.

    _()_

    小金龍

    :zen:

    ཨོཾ་མ་ཎི་པདྨེ་ཧཱུྃ

  • Ich glaube das ist derzeit kaum zu trennen, also BDD und ON. Und die größte mögliche Brisanz der Aussagen ergibt sich ja letztlich nur aus einer Kombination, die man selbst herstellen kann oder eben auch nicht. Man kann aber m.E. auch wissen, dass natürlich Menschen, die sich in ihren Vorstellungen dann bestätigt sehen (sowohl als Schüler als auch als Kritiker) diese Zusammenhänge herstellen könnten.

    "Respekt ist unsere Aufgabe und nicht ne falsche Maske, die ich aufhabe" (Fanta 4)
    OM BENDZA KILI KILAYA HUNG

  • Hier sehe ich erneut das Problem, dass LON mit dem Diamantweg immer wieder gleichgestellt wird. Es ist nicht zu verachten, dass LON ein fester Teil der Gemeinschaft ist - dennoch sollte man LON nicht als Diamantweg betrachten, sondern als Menschen.

    Buddhistischter Dachverband Diamantweg e.V.


    Wie es schon gesagt wurde - beides ist nicht zu trennen. Und zwar auch in formal-rechtlicher Sicht.


    Z.B. §12 der Satzung der Stiftung

    satzung-2016.pdf


    § 12

    Lama Ole Nydahl

    Zu Lebzeiten des Stifters, Lama Ole Nydahl, gilt folgendes:

    (1)

    Lama Ole Nydahl ist Vorsitzender des Vorstandes. Die Stiftung wird von ihm und einem weiteren

    Mitglied des Vorstandes vertreten.

    (2)

    Lama Ole Nydahl hat vollumfängliche Weisungsbefugnis. Insbesondere kann er

    -

    die Rechte und Pflichten des Aufsichtsrats ausüben

    -

    Mitglieder des Vorstandes, der Geschäftsführung und

    des Aufsichtsrates ernennen und

    entlassen

    -

    Satzungsänderungen jeglicher Art beschließen, § 13Abs. 2 findet insoweit keine Anwendung.


    Um es klar zu formulieren:

    Diamantweg, Dachverband und Stiftung sind Ole Nydahl -

    die vielen ehrenamtlichen Helfer waren und sind natürlich notwendig, aber sie sind rechtlos.

  • Zitat

    Satzung 03.01.2016

    §17

    Leitlinien

    Rührend bescheiden, wie üblich, will ich am Rande dieser schützenden Ausführungen daran erinnern, was wir Gründer der Stiftung sowie unsere Nachfolger hiermit vorhaben. Wir wollen die einmaligen psychologischen und philosophischen Mittel, die der Diamantweg des Karma Kagyü-Laienbuddhismus als Reichtum enthält, in die heutige wie künftige, hoffentlich noch freie, Welt bringen.


    Ist das jetzt Selbstironie garniert mit apokalyptischen Visionen?

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Die Stiftung und der BDD sind aber nicht das gleiche Organ. Der BDD ist organisiert wie hinter dem angegebenen Link nachzulesen ist, bottom to top sozusagen. Mitglieder des Dachverbands sind die Regionalvereine.


    Also: Stifung und ON sind zu seinen Lebzeiten nicht zu trennen, der BDD ist aber rechtlich und formal unabhängig. Dass ich sagte, dass das derzeit nicht zu trennen ist, meinte ich auf einer anderen Ebene. ON ist jetzt die bestimmende Persönlichkeit im Diamantweg und wenn man da in eine andere Richtung gehen würde, käme das einem offenen Bruch gleich.

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  • Also: Stifung und ON sind zu seinen Lebzeiten nicht zu trennen, der BDD ist aber rechtlich und formal unabhängig.

    Also es ist ziemlich verschachtelt organisiert.

    Es gibt auf der untersten Ebene die Gruppen, die allesamt Vereine sind. Dann sind die zusammengefasst in den Regionalvereinen und dann ist das alles im Dachverband, auch wieder ein Verein.

    Das gesamte Vermögen, also Gebäude und Grundstücke müsste dann im Stiftungsvermögen enthalten sein. Müsste man im Geschäftsbericht auffinden. Die Stiftung dient ja auch der Sicherung dieses angehäuften Vermögens.

    Was da so auf der Gruppenebene gesammelt und gearbeitet wird, wird alles oben angehäuft. Mich erinnert das an einen Strukturvertrieb.


    Es wäre mal eine schöne Aufgabe für eine Masterarbeit sich diese Struktur präzise anzusehen.

  • Klingt erstmal plausibel, lässt aber ein paar Fakten aus. Unterhalb der Regionalvereine gibt es keine einzelnen Vereine. Die Mitglieder der Gruppen und Zentren sind immer direkt Mitglieder im Regionalverein. Man kann dauerhaft an allem teilnehmen, ohne jemals Mitglied zu werden, nur dass man kein Stimmrecht im Verein hat. Zumindest damals war es so, und ich glaube nicht, dass sich das gross verändert hat, dass ein Zentrum sich meist nur so gerade finanziell über Wasser halten kann. Überschüsse, die weiter nach oben gehen, um die Vereinsarbeit zu finanzieren, waren selten. Ein Vortrag von ON in der jeweiligen Stadt hat Geld in die Zentrumsarbeit gespült, da ein grosser Teil der Einnahmen an das Zentrum ging. Wenn die Regionalvereine also schon knapp sind, dann geht nicht viel an den Dachverband und Überschüsse die auf dem Weg an die Stiftung gehen, dürften kaum vorkommen. Aber ich lasse mich gerne korrigieren, wenn jemand aktuelle belastbare Fakten liefert...


    Der Kauf des Europazentrums wurde damals durch private Spenden finanziert. Es gab eine lange Phase, in der Spenden gesammelt wurden, um das Gelände ohne Schuldenbelastung kaufen zu können.


    Die Stiftung dürfte Finanzen wohl in erster Linie durch die Buchverkäufe usw. ansammeln, sowie ebenfalls durch Spenden. Da weiss ich aber nicht wirklich was drüber, weil die ja erst lange nach meiner aktiven Zeit gegründet wurde.

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  • Es wäre mal eine schöne Aufgabe für eine Masterarbeit sich diese Struktur präzise anzusehen.

    Ja. Ohne Anspruch auf Präzision - der letzte veröffentlichte Jahresabschluss datiert vom 31.12.2016. Das Stiftungsvermögen beläuft sich da auf 35,4 Millionen € (alle Beträge gerundet). Der größte Teil davon, nämlich 29,5 Millionen € sind Immobilien (Gundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten). Dabei wiederum entfällt der größte Anteil von 21 Millionen € auf das Europazentrum bei Immenstadt, danach folgen Hamburg (3 Millionen €), Braunschweig (1,1 Millionen €), Kiel (0,7 Millionen €) usw.. Ansonsten Kassenbestand und Bankguthaben 3 Millionen, Aktienvermögen 0,6 Millionen - der Rest ist Kleinkram.

    Einnahmen sind Umsatzerlöse - sie sind nicht weiter aufgeschlüsselt, dürften sich aber im wesentlichen aus Eintrittsgeldern für Veranstaltungen und Erlösen aus Buchverkäufen in den Zentren zusammensetzen. Ob die Tantiemen für die bei Knaur oder Kamphausen (Aurum) verlegten Bücher Ole Nydahls Teil dieser Umsatzerlöse sind (also von Ole Nydahl in die Stiftung eingebracht wurden), geht aus dem Bericht nicht hervor. Ich vermute, die gehen in die Privatschatulle Nydahls (wogegen auch absolut nichts einzuwenden wäre). Jedenfalls - Umsatzerlöse 3,8 Millionen €. Abzüglich betrieblicher Aufwendungen, Abschreibungen und etwas Kleinkram wie Steuern (Personalkosten übrigens gerade mal etwas über 7.000 €) verbleibt ein Jahresüberschuss (bei einem Unternehmen hieße das Gewinn nach Steuern) von 1,4 Millionen €. Nach Abzug von Gewinnrücklagen und Einstellungen für künftige Zustiftungen verbleiben für das Jahr 2016 1,2 Millionen € Bilanzgewinn.

    Von den vielen "Wohnzimmerzentren" mal abgesehen, ist also die Stiftung Eigentümer der kompletten "Infrastruktur" des BDD (bis hin zu den Statuen in den Zentren). Der BDD als Verein generiert im wesentlichen die oben erwähnten Umsatzerlöse. Die Stiftung hingegen - das zeigt der oben zitierte § 12 der Satzung sehr deutlich - ist zu Lebzeiten Ole Nydahls praktisch Nydahl selbst. Er unterliegt keinerlei Kontrolle durch das Vorstandskollegium oder den Aufsichtsrat, vielmehr kann er ihm genehme Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder ernennen und ihm unbequeme entlassen. Was auch immer der Stiftung zufließt - von Großspenden bis hin zum Dana eines BDD-Mitglieds, das ehrenamtlich in einem Zentrum im Büchershop arbeitet - darüber hat Ole Nydahl die alleinige, unanfechtbare Verfügungsgewalt. Der Karmapa als Schirmherr hat lediglich das Recht, einmal im Jahr einen Bericht über die Aktivitäten der Stiftung zu erhalten und ansonsten gemeinsam mit Jigme Rinpoche als "spiritueller Berater" zu fungieren - was auch immer das konkret heissen mag. Zusammenfassend: der BDD ist ohne die Stiftung nicht existenzfähig und die Stiftung ist praktisch Ole Nydahl. Was die oben verlinkte und andere Stellungnahmen des BDD zu den Kapriolen Nydahls verständlich macht.

    Zu ersterer ließe sich einiges sagen - auffällig ist z.B., dass laut Stellungnahme "ein Zitat sinnverfälscht veröffentlicht" worden sein soll - was im Umkehrschluss bedeutet, dass das bei den anderen Zitaten nicht der Fall ist. Welches Zitat nun wiederum angeblich sinnverfälscht wiedergegeben worden sein soll, darüber schweigt man sich aus. Geschweige denn, dass man angibt, wie dieses Zitat nun richtig, also nicht sinnverfälscht lauten müsste. Wie schon oben geschrieben, diese Art Stellungnahme ist hinreichend bekannt - zum Muster, das da wieder einmal pflichtgemäß abgearbeitet wird, empfiehlt sich diese Analyse Faktencheck: Die Kommunikationsstrategie des Diamantwegs (BDD) – Buddhismus im Abseits . Die Wiedererkennungswert ist zumindest für mich sehr hoch.


    _()_

  • :nospeak:

    Mein kleiner Garten: wild und etwas chaotisch, nicht gar so oft gepflegt, wird er doch jedes Jahr schöner. Viele Pflanzen und Tiere ziehen hier einfach ohne Zutun ein und bereichern das Bild. Und das Gemüsebeet lässt sich wunderbar umrunden...

  • Nach dem Artikel hat es keine strafrechtliche Relevanz, sondern fällt unter die Meinungsfreiheit.

    Halte ich auch für richtig.

    Was er zu Hitler und Stalin sagte, passt auch zu den Plänen des Widerstands um Stauffenberg, zu denen auch von Bonhoeffer gehörte, der bereit war als Christ Hitler zu ermorden.

    Der Satz „Hätte ich Stalin oder Hitler getroffen, ich hätte sie erschossen.“ klingt nachvollziehbar, aber wenn man wie ON Hitler und Stalin mit Islam gleichsetzt „Andere hatten Hitler und Stalin, wir haben den Islam. Das ist alles dasselbe.“ dann bedeutet dass, dass man auch den Islam erschiessen sollte. Und in dem anderen Satz, wo er von der Nichtintegrationsfähigkeit von Moslem spricht, macht er klar, dass er mit dem "Islam" keinen Bin Laden sondern den normalen Moslem meint.

  • Der Satz „Hätte ich Stalin oder Hitler getroffen, ich hätte sie erschossen.“ klingt nachvollziehbar, aber wenn man wie ON Hitler und Stalin mit Islam gleichsetzt „Andere hatten Hitler und Stalin, wir haben den Islam. Das ist alles dasselbe.“ dann bedeutet dass, dass man auch den Islam erschiessen sollte. Und in dem anderen Satz, wo er von der Nichtintegrationsfähigkeit von Moslem spricht, macht er klar, dass er mit dem "Islam" keinen Bin laden sondern den normalen Moslem meint.

    Mir ist da zu viel Deutung in dem was da gesagt worden sei. Das sind mehrere Sätze, die seine seit Jahren bekannte Islamphobie zuspitzen.


    Was mir da nur auffällt ist, dass ON wie selbstverständlich davon ausgeht bewaffnet zu sein.


    Ich sehe das eher so: die Gleichsetzung von Hitler, Stalin und Islam bezieht sich auf die Formen totalitärer Herrschaft (Hannah Arendt) - und das sollte man bekämpfen. Da gibt es jetzt das Beispiel von Kanada und Saudi-Arabien.


    Ich habe auch Zweifel an der Integrationsbereitschaft von religiösen Fundamentalisten. Aber auch Sektenführer sind nicht integrierbar. Allerdings ist das auch eine Freiheit, die in einem demokratischen Staat garantiert werden muss - wenn ich Gesetze nicht übertrete, brauche ich mich nicht integrieren. Ich werde nicht an jeder Ecke gefragt, wie meine Gesinnung ist. Das wird allerdings Menschen inzwischen unterstellt, die augenscheinlich anders aussehen. Genau das ist Rassismus.

  • OT Wie das geht weiß ich bis heute nicht. Ich konnte noch nie Menschen in irgendeine Kategorie schieben und als Kategorie behandeln. Das ist mir aber erst vor ein paar Jahren aufgefallen. Ich sehe nicht den Moslem oder Christen oder Neger usw. Den sehe ich erst wenn er sich besondert verhält und bei mir ein Kategorie Bild erzeugt das er so behandelt werden will. Ein Freud des Hauses ist Moslem gestern ist er mir das erste Mal als solcher überhaupt aufgefallen. Er ist heute auf dem Weg nach Mekka. Er macht eine Hatsch und er glühte vor Freude darauf endlich gehen zu können, so freudig, gleichmütig hab ich ihn noch nie erfahren. Da fragte ein Mitarbeiter ob er denn dafür eine Bestätigung bekommt um zu bewiesen das er die Hatsch gemacht hat und er sagte nur: Gott sieht es und ich weiß es das reicht. Das ist ein Moslem und ich habe überhaupt kein Empfinden gegen Menschen die Moslems sind, tritt aber ein Mensch als Wissender und Alleinwissender auf wie ein Moslem zu sein hat dann mag ich ich das nicht. Ich habe nichts gegen den Menschen Ole aber ich habe etwas gegen den Ole der als Allein Wissender auftritt da wird es Zeit das den Menschen die an ihn glauben die Augen geöffnet werden. Mich stößt der Diamantweg ab weil ich da ein ähnliches Konzept spüre wie ich es auch bei Scientology spüre, die Theorien sind gut wie jede andere, die Organisation verwurmt. Das lieb ich an den Deutschen, oder sehenden Menschen, in der Mehrheit, diese Organisationen können hier nicht wirklich große Beachtung finden, wahrscheinlich liegt das daran das wenn da einer ist der Glauben und Folgen verlangt sofort Ablehnung erfährt, dem Führer sein Dank. Er hat den Menschen etwas geschenkt das er unter keinen Umständen wollte, eine gesunde Ablehnung des Folgen ohne Beweise. Glauben müssen reicht nicht aus. Das erfährt auch das Christentum, wer nicht dafür sorgt das sein Verlangen ihm zu folgen nicht wirklich im Alltag dazu taugt friedlicher und freudiger zu leben wird verlassen. Dann wird Gott ganz einfach so gedacht das er in Allem ist und warum sollte ich einem Vertreter seines eigenen Glaubens folgen wenn ich Gott in Allem erkenne?

    Geistgestaltung -Wirken und Erleben. Das einzig Reale

    Herzgestaltung -Wahrnehmen und Gefühl. Das Leben.

    Nimm deine Mouse hoch und Das Nichts ist da, nimm Das Nichts hoch und Nibbana ist da, nimm Nibbana hoch und.....

  • Ich glaube, dass die Werte, für die der Buddhismus steht, durch den DL genügend gefestigt sind. Es ist sehr wichtig, auf diese Werte beharrlich hinzuweisen. Vielleicht laufen Nydahl jetzt einige Menschen zu, langfristig glaube ich aber doch, dass er seiner eigenen Organisation Schaden zufügt.


    Ich kenne mich da wirklich kaum aus, aber: Aus meiner Sicht ist es absolut wichtig, dass der Diamantweg im Verband des Buddhismus (in Deutschland) bleibt – falls das überhaupt zur Diskussion stünde. Ich vermute auch, dass die schweigende Mehrheit der Buddhisten dies so wünscht.

    Der Diamantweg sollte sich auf keinen Fall zu einer esoterischen rechten Sekte entwickeln. Nydahl ist bald ein alter Mann, vielleicht ein schwieriger, alter Mann, der – so scheint mir – keinen mächtigen Nachfolger neben sich aufbauen wird können.


    Zum Vergleich mit dem Nationalsozialismus eine Anmerkung. Ein trauriges Beispiel geben die Richtlinien der Deutschen Christen von 1932. Dort heißt es: Wir wissen etwas von der christlichen Pflicht und Liebe den Hilflosen gegenüber, wir fordern aber auch Schutz des Volkes vor den Untüchtigen und Minderwertigen.


  • https://www.facebook.com/63855…/posts/10156391199616438/

    Nochmal ein Post des Europazentrums, wurde mir geschickt von einer Freundin. Ich persönlich verstehe nicht, warum nach all den negativen Schlagzeilen immer noch relativiert wird. Ich gebe es hier trotzdem mal weiter. Vielleicht mag es der ein oder andere ja lesen.

  • Nyinje ☼ : vielen Dank für den Hinweis - aber ich benutze Facebook aus verschiedenen möglicherweise paranoid klingenden Gründen (die hier offtopic sind) nicht und habe es auch zukünftig nicht vor. Könntest Du eventuell einen screenshot einstellen (oder ist das mittlerweile auch schon illegal? Bin da nicht sicher ...).


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  • Nyinje ☼ : vielen Dank für den Hinweis - aber ich benutze Facebook aus verschiedenen möglicherweise paranoid klingenden Gründen (die hier offtopic sind) nicht und habe es auch zukünftig nicht vor. Könntest Du eventuell einen screenshot einstellen (oder ist das mittlerweile auch schon illegal? Bin da nicht sicher ...).


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    Ich benutze selbst kein Facebook, aber man kommt auf die Seite da sie öffentlich ist. Ich kann aber vielleicht das ganze hier rein kopieren, wenn es dir lieber ist.

    Offener Brief an Politik, Kultur & Presse im Allgäu - Europe Center

    Hier noch von der Europe-center Seite direkt. Glaub das ist mir lieber, nicht dass ich da gegen irgendwelche Rechte verstoße.

  • Vielen Dank für die schnelle Erfüllung meiner Bitte. Ja, Link ist wohl besser. Herr Weber gilt ja als scharfer Hund in Sachen Rechtsschutzverletzungen und wenn es an Sachargumenten fehlt kann man immer noch auf juristische zurückgreifen. Da überzieht man ein paar lästige Blogger als millionenschwere Stiftung schon mal gern mit ein paar Abmahnverfahren und hofft, so Ruhe im Karton herzustellen. Wenn das in der Blogosphäre klappt, dann ja vielleicht auch in Internetforen.


    Tja, der Text. Da hat man an der letzten Erklärung noch ein wenig herumgefeilt. Ist auch schon ein Stück zurückgerudert. Zwar ist jetzt nicht mehr nur eines der Zitate sinnverfälschend, sondern man spricht unbestimmt in der Mehrzahl von "Zitaten". Und erläutert schon mal vorsorglich, was an denen "sinnverfälschend" ist - dass sie aus dem Zusammenhang gerissen sind. Woraus man schon einmal schließen kann, dass die zitierten Worte auch genau so gefallen sind, wie sie zitiert wurden. Damit stellt sich die Frage nach dem Zusammenhang, den man - wie geltend gemacht wird - sinnverfälschend weggelassen hat. In welchem konkreten Zusammenhang die zitierten Worte nun denn gefallen sind, sagt man allerdings nicht. Es sei denn, das in dieser Ergebenheitsadresse angestimmte Loblied auf den Buddhismus im Allgemeinen, den Diamantweg-Buddhismus im Speziellen und Ole Nydahl im Besonderen soll dieser Zusammenhang, in dem die Zitate stehen, sein. Das ist zwar eine beachtliche Charmeoffensive, aber ich denke nicht, dass das wirklich Entlastung bringt. Zumindest ich hätte es da schon gern ein wenig konkreter.


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    P.S.: Du scheinst ja so etwas wie ein (Ex-)Insider zu sein. Kennst Du Dich ein wenig mit Kalachakra-Praxis im Diamantweg aus?

  • P.S.: Du scheinst ja so etwas wie ein (Ex-)Insider zu sein. Kennst Du Dich ein wenig mit Kalachakra-Praxis im Diamantweg aus?

    Ich war zwar nicht gefragt, aber die gibt es meines Wissens nicht.

    "Respekt ist unsere Aufgabe und nicht ne falsche Maske, die ich aufhabe" (Fanta 4)
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  • P.S.: Du scheinst ja so etwas wie ein (Ex-)Insider zu sein. Kennst Du Dich ein wenig mit Kalachakra-Praxis im Diamantweg aus?

    Ich war zwar nicht gefragt, aber die gibt es meines Wissens nicht.

    Ahja. Aber es ist doch zumindest richtig, dass Ole Nydahl 1985 durch Kalu Rinpoche und Tenga Rinpoche, 1985 und 2002 durch den Dalai Lama und 1994 durch Lopön Tsechu Rinpoche Kalacakra-Übertragungen empfangen hat?

  • Ahja. Aber es ist doch zumindest richtig, dass Ole Nydahl 1985 durch Kalu Rinpoche und Tenga Rinpoche, 1985 und 2002 durch den Dalai Lama und 1994 durch Lopön Tsechu Rinpoche Kalacakra-Übertragungen empfangen hat?

    Der Dalai Lama ist Schirmherr des Tib. Zentrums, dem auch ich mich zugehörig fühle, C. Spitz, aus dem Tib. Zentrum, der auch mich unterrichtete, sein Übersetzer. Ich habe in all den Jahren nichts davon gehört, dass der Dalai Lama Hr. Nydahl unterrichtet, oder eine Initiation erteilt hätte.


    Dass er an Kalachakra-Initiation teilnahm, ist möglich, denn der Dalai Lama hatte sowohl am 10. Juli 1985 in Rikon, Schweiz, als auch am 27. Oktober 2002 in Graz, Östereich eine der Großveranstaltungen.


    Kalchakra-Veranstaltungen:

  • Ich war zwar nicht gefragt, aber die gibt es meines Wissens nicht.

    Ahja. Aber es ist doch zumindest richtig, dass Ole Nydahl 1985 durch Kalu Rinpoche und Tenga Rinpoche, 1985 und 2002 durch den Dalai Lama und 1994 durch Lopön Tsechu Rinpoche Kalacakra-Übertragungen empfangen hat?

    Was ON an Übertragungen empfangen hat, und was im Diamantweg gelehrt wird, ist ja bei weitem nicht deckungsgleich. Es wird gesagt, dass sowohl ON als auch Hannah sowohl eine vollständige Kagyü- als auch eine vollständige Nyingma-Übertragung erhalten hätten (genug um notfalls die Linie zu erhalten). Davon wird ja nur ein minimaler Bruchteil tatsächlich auch im Diamantweg gelehrt und praktiziert.


    * Ngöndro

    * Phowa

    * Klares Licht

    * Guru Yoga

    * Chenrezig

    * Medizinbuddha

    (* Schützer nur als Puja)

    (* Tara nur als Kindermeditation)

    ich glaube das war es schon...


    Es wurde zwar immer gesagt, dass man nach dem Ngöndro theoretisch verschiedene Wege gehen kann, aber ich mir ist damals niemand bekannt geworden, der etwas anderes als Guru-Yoga (8. Karmapa) gemacht hätte.


    Es gibt dann zwar noch eine Menge Segenseinweihungen, aber ausdrücklich nicht als Praxiseinweihung und ohne Praxisversprechen.

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  • mkha' : Danke. Ich bezog mich auf die offizielle Biografie Ole Nydahls. Die Webseite www.Ole-Nydahl.de nennt (wohl etwas aktueller) zusätzlich noch Übertragungen von Beru Khyentse Rinpoche (2009) und S.H. Sakya Trinzin (2010).


    Hier findet man in der Vereinszeitschrift des Diamantweg einen Bericht über Bau und Weihe des Kalacakra-Stupa im spanischen Zentrum Karma Gön, also der 1994er Übertragung. Zitat:

    Zitat

    Während der nächsten beiden Tage erhielt jeder von Lopön Tsechu Rinpoche den kraftvollen Segen der höchsten tantrischen Lehren - die Kalachakra-Ermächtigung, und jeder Abend wurde mit Lama Oles Belehrungen beschlossen. Es war ein richtiges Dharmafest.


    Zumindest in dem Artikel wird wohl nicht zwischen "Segen" und "Ermächtigung" unterschieden.

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  • Meines Wissens müsste auch das eine Segenseinweihung gewesen sein. Gerade wenn es in so einem öffentlichen Rahmen gegeben wurde. Der Unterschied liegt ja nur darin, dass man keine Praxisversprechen ablegt und dass keine konkreten Unterweisungen zur Praxis gegeben werden, mit denen man praktizieren kann. Die eigentliche Einweihung ist ansonsten zum größten Teil gleich. Der Begriff "Einweihung" oder "Ermächtigung" ist halt für sich genommen etwas schwammig. Es gibt immer verschiedene Teile einer Einweihung, und nicht immer werden alle gegeben.


    "Segen" fliesst natürlich auch dann, wenn eine Einweihung mit Praxisversprechen gegeben wird, und kann auch fliessen, wenn gar keine Einweihung gegeben wird. Mit "Segenseinweihung" ist gemeint, dass die Einweihung gegeben wird, um das Vertrauen zu stärken oder vielleicht auch um allgemein eine Verbindung zu dem Aspekt herzustellen, die irgendwann mal nützlich sein kann. Es können sich durch so eine Einweihung auch Hindernisse auflösen oder es kann eine Erfahrung durchbrechen. Nur eben auf eine formale Praxis zielt sie nicht ab.

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