"Alle Dinge sind Nicht-Selbst." - Was ist dann Selbst ?

There are 439 replies in this Thread. The last Post () by Rudolf.

  • Das ist etwas schwierig. Fragst du nach den Sutten oder nach meiner Erfahrung? (Die Frage ist nicht rhetorisch gemeint)

    Das sind Fragen an den Menschen der die Sutten gelesen hat dem Buddha zugehört hat.

    Ich frage Dich, der der da ist mit seinem immer, dauernd anderem Dich.

    Es gibt Unmengen an Metaebenen. Yang. Es gibt eine Ebene der Realität. Yin

    Dahinter gibt es nichts. Ich bin entscheidet Meta- oder Realebene.

    Bedingtes Entstehen in wechselseitiger Abhängigkeit ist Erleben.

  • Zitat

    Das sind Fragen an den Menschen der die Sutten gelesen hat dem Buddha zugehört hat.

    Ich habe zwar Sutten gelesen, aber das muss noch nichts über die Korrektheit meiner Lesart und Umsetzung aussagen. Das gehört ja auch ein stückweit zusammen. Aber auch die Sutten sind "historisch gewachsene" Texte für mich und manchmal fehlt da was oder... Ich sage das nicht als Belehrung, sondern weil ich sonst nicht darauf antworten kann.


    So wie ich das verstehe:

    1. Der Durst (tanha) hängt direkt mit dem Vermeinen (upadana) zusammen. In meiner Beobachtung ist alles i.d.R. ein Vorgang (erwägen und reinsteigern) und irgendwie kommt es mir auch immer gleich vor, aber das bedingte Entstehen wird in 12 Gliedern erklärt und darum sage ich das jetzt so, dass der Durst nicht "alleinstehend" ist.


    2. Beobachtungstechnisch finde ich die Erklärung von ahara passend. Also dass ich die Atta-Sicht mit der genannten Nahrung fütter.


    3. Ich hab Probleme mit dem Wort "selbstlos", weil je nachdem verschiedenes unter dem Wort verstanden wird. "Selbstlos" bedeutet für manche, dass sie sich aufopfern müssen und kann mit Dünkel und hartnäckigem Dukkha verbunden sein. Also weil sie so "selbstlos" sind, wie es ihnen anerzogen wurde, was dann imho auch Anhaftung (usw.) sein kann.


    4. Ich verstehe nicht was du meinst.

    Ich nehme Zuflucht zum Bubu. (pali: Bubam saraṇaṃ gacchāmi)

    Edited once, last by Spock ().

  • Es geht aber nicht um Meinung falsch finden es geht darum das eine Meinung vertreten wird die nicht der Wirklichkeit der Lehre des Buddha entspricht und somit die Lehre verfälscht. Es geht darum das Buddha nie behauptet hat das es kein Selbst gibt sondern das Leiden erscheint wenn ein Selbst ergriffen wird das von Augenblick zu Augenblick Zerfällt und immer wieder erscheint.

    Es geht darum, wie wir miteinander sprechen. Ob jemand sagt: "Lieber Ellviral, ich glaube Buddha hat an dieser Stelle ganz was anderes gesagt ." oder ob er sagt "Ellviral! Ich klage dich an, mit deinen Aussage den Buddha zu beleidigen!" Während ersteres nur unterstellt, villeicht falsch zu liegen ( was verblndeten Wesen dauernd passiert) ist letzterer Vorwurf härter.


    Letzendlich wirft er dem anderen vor, ein Ketzer zu sein, ein„Irrgläubiger“ oder „Irrlehrer“ der verfälschte Ansichten weiterträgt. Und so eine Dkusiion, wo wir uns gegenseitig vorwerfen Ketzer und Irrgläubige zu sein, die das Andenken Buddhas becshmutzen und ihn bleidigen und herabwürdigen, ist keine schöne, keine sachliche und keine zielführende Diskussion.

  • Es geht aber nicht um Meinung falsch finden es geht darum das eine Meinung vertreten wird die nicht der Wirklichkeit der Lehre des Buddha entspricht und somit die Lehre verfälscht. Es geht darum das Buddha nie behauptet hat das es kein Selbst gibt sondern das Leiden erscheint wenn ein Selbst ergriffen wird das von Augenblick zu Augenblick Zerfällt und immer wieder erscheint.

    Es geht darum, wie wir miteinander sprechen. Ob jemand sagt: "Lieber Ellviral, ich glaube Buddha hat an dieser Stelle ganz was anderes gesagt ." oder ob er sagt "Ellviral! Ich klage dich an, mit deinen Aussage den Buddha zu beleidigen!" Während ersteres nur unterstellt, villeicht falsch zu liegen ( was verblndeten Wesen dauernd passiert) ist letzterer Vorwurf härter.


    Letzendlich wirft er dem anderen vor, ein Ketzer zu sein, ein„Irrgläubiger“ oder „Irrlehrer“ der verfälschte Ansichten weiterträgt. Und so eine Dkusiion, wo wir uns gegenseitig vorwerfen Ketzer und Irrgläubige zu sein, die das Andenken Buddhas becshmutzen und ihn bleidigen und herabwürdigen, ist keine schöne, keine sachliche und keine zielführende Diskussion.

    Und nun möchtest Du was?

    Es gibt Unmengen an Metaebenen. Yang. Es gibt eine Ebene der Realität. Yin

    Dahinter gibt es nichts. Ich bin entscheidet Meta- oder Realebene.

    Bedingtes Entstehen in wechselseitiger Abhängigkeit ist Erleben.

  • Es geht darum, wie wir miteinander sprechen. Ob jemand sagt: "Lieber Ellviral, ich glaube Buddha hat an dieser Stelle ganz was anderes gesagt ." oder ob er sagt "Ellviral! Ich klage dich an, mit deinen Aussage den Buddha zu beleidigen!" Während ersteres nur unterstellt, villeicht falsch zu liegen ( was verblndeten Wesen dauernd passiert) ist letzterer Vorwurf härter.


    Letzendlich wirft er dem anderen vor, ein Ketzer zu sein, ein„Irrgläubiger“ oder „Irrlehrer“ der verfälschte Ansichten weiterträgt. Und so eine Dkusiion, wo wir uns gegenseitig vorwerfen Ketzer und Irrgläubige zu sein, die das Andenken Buddhas becshmutzen und ihn bleidigen und herabwürdigen, ist keine schöne, keine sachliche und keine zielführende Diskussion.

    Und nun möchtest Du was?

    Als Moderator wünsche ich mir, eine freundliche und sachliche Diskussion. Bei der wir dem anderen zwar sachlich sagen können, dass er vollkommen danebenliegt und vieles falsch verstanden hat, ihn aber möglichst nicht der Buddhabeleidigung anklagen! Weil das ja dann leicht andere auch wieder dazu anregt sich in eine Burg zurückzuziehen und von dort aus ihrerseits Bannsprüche und Anklagen gegen die anderen abzufeuern.


    Statt Anklagen sind Begründungen sehr gut.

  • Es ist eine Frage, wie Selbst definiert wird. Für den einen ist das "Selbst" gleich zu Atta definiert. Eben als eine absolut unabhängige Existenz... Und würde dieses abhängig entstandene "Selbst", gar nicht als Selbst bezeichnen... So ein unabhängiges Selbst kann nicht aufgefunden werden...

  • Es ist eine Frage, wie Selbst definiert wird. Für den einen ist das "Selbst" gleich zu Atta definiert. Eben als eine absolut unabhängige Existenz... Und würde dieses abhängig entstandene "Selbst", gar nicht als Selbst bezeichnen... So ein unabhängiges Selbst kann nicht aufgefunden werden...

    Ich würde sogar so weit gehen, dass es so ein "unabhängiges Selbst" nicht gibt.


    Im Bezug auf die drei Daseinsmerkmale heißte es ja, dass "alle Phänomene" vergänglich, leidhaft und ohne einen festen Wesenkern sind. Also Buddha sagt ja nicht, alle Phänome sind vergänglich ausser ein paar ewige Phänomenen die es vielleicht auch gibt. Selbst Brahma - der wohl würdigste Kandidat für jemand ewigen - ist vergänglich. Und so sehen ich auch nicht so, dass es Ausnehmen gibt und halt ein paar Phänomne nicht-dukkha oder nicht-anatta sind.Sonst wären es ja keine Daseinsmerkmale sondern nur Daseinmerkmale mit Einschränkungen.


    Auf der anderen Seite kann man unter "Selbst" alles mögliche verstehen, was durchaus vergänglich und zusammengesetzt ist. Betrachte ich als Künstler mein kreatives Werk als mein Selbst, so existiert dieses kreative Werk natürlich. Wobei es ein Irrtum und illusorisch sein kann, sein Werk als Selbst zu betrachten. Und so kann ich natürlich auch sagen, mein Gehirn ist mein Selbst. Aber im Sprachgebrauch von Buddha bedeutet ein "Selbst" einerseits ein unvergängliches und leidloses Atta und andererseits so etwas wie eine höchste Instanz im Geist, der wie ein Herrscher wirkt. Und diese beiden verwirft er. Anderes was man unter Selbst bezeichnen kann verwirft er nicht - es wäre allerdings kein Selbst im Sprachgebrauch Buddhas. Aber auch hier rät er davon ab, irgendwas als Selbst zu etrachten, weil das ja immer mit einer Anhaftung - eine Zu-Eigen-Machen- verbunden ist.

  • Da bin ich dann wohl raus.

    Es gibt Unmengen an Metaebenen. Yang. Es gibt eine Ebene der Realität. Yin

    Dahinter gibt es nichts. Ich bin entscheidet Meta- oder Realebene.

    Bedingtes Entstehen in wechselseitiger Abhängigkeit ist Erleben.

  • Ich kann keine Stelle in den Lehren finden, die besagt, dasses absolut kein Selbst gibt... Es wird immer nur gesagt wo kein Selbst ist. Es ist aber auch völlig unerheblich ob es eins gibt oder nicht. Denn wenn es soetwas gäbe, dann hätte es ja keinerlei Einfluss auf irgendwas... denn sonst wäre es ja kein Selbst mehr... Deswegen kann auch gesagt werden, dass so ein Selbst unmöglich aufgefunden werden kann... denn dazu müsste es ja Einfluss auf die Wahrnehmung nehmen... Und dann wäre es kein Selbst.

  • Da bin ich dann wohl raus.

    Aha.... Brandstifter:lol:..

    "Alles brennt", das ich der Brand-Stifter. SN 35.28

    Es gibt Unmengen an Metaebenen. Yang. Es gibt eine Ebene der Realität. Yin

    Dahinter gibt es nichts. Ich bin entscheidet Meta- oder Realebene.

    Bedingtes Entstehen in wechselseitiger Abhängigkeit ist Erleben.

  • Hallo ihr Lieben.


    Vielleicht nochmal eine andere Formulierung:


    Anguttara Nikaya VI.88-140

    Wenn da, ihr Mönche, ein Mönch irgend etwas (kañci dhammam) als ein Ich (*1) betrachtet, so ist es unmöglich, daß er lehrgemäße Überzeugung besitzt. Besitzt er aber keine lehrgemäße Überzeugung, so ist es unmöglich, daß er den vollkommenen Pfad der Gewißheit betreten kann. Hat er aber nicht den vollkommenen Pfad der Gewißheit betreten, so ist es unmöglich, daß er die Frucht des Stromeintritts, der Einmalwiederkehr, der Nichtwiederkehr oder der Heiligkeit verwirklichen wird.


    Wenn aber, ihr Mönche, ein Mönch jegliche Erscheinung als Nicht-Ich betrachtet, so ist es wohl möglich, daß er lehrgemäße Überzeugung besitzt. Besitzt er aber lehrgemäße Überzeugung, so ist es wohl möglich, daß er den vollkommenen Pfad der Gewißheit betreten wird. Hat er aber den vollkommenen Pfad der Gewißheit betreten, so ist es wohl möglich, daß er die Frucht des Stromeintritts, der Einmalwiederkehr, der Nichtwiederkehr oder der Heiligkeit verwirklichen wird.

    Anguttara Nikaya VI.88-140


    Von daher finde ich die Formulierung von void am Ende seines letzten Beitrages gut, dass man nichts als Selbst betrachten sollte.


    Es ist also eigentlich egal ob es ein unerkennbares Selbst irgendwo geben sollte oder nicht. Wäre eh eine spekulative Ansicht nach MN2.


    Die Übung oder praktische Herangehensweise ist, dass nichts als ein Selbst betrachtet werden sollte, sondern jegliche Erscheinung als Nicht-Selbst, Nicht-Ich. (siehe Zitate)


    So habe ich bis jetzt die vielen Sutten und die Lehre verstanden.


    Aber alles nur (m)eine Meinung.


    :)


    Liebe Grüße

  • Nur sprach Void davon, dass er soweit gehen würde, dass es ein unabhängiges Selbst überhaupt nicht gibt. Natürlich ist ihm das freigestellt... Aber ich finde eine solche Behauptung nicht in der Lehre. Jegliche Erscheinung als nicht selbst zu betrachten....oder irgendetwas nicht als sein Selbst zu betrachten... Ist nicht gleichbedeutend mit dieser Aussage, dass es das nicht gibt.

    Das es das nicht gibt oder ob es das gibt, ist eine spekulative Ansicht.. Sowas könnte man ewig glauben, ohne darüber jemals echte Erkenntnis erlangen zu können... Buddha ging es meiner Meinung nach aber um echte Erkenntnis und nicht um Glauben.


  • Nur sprach Void davon, dass er soweit gehen würde, dass es ein unabhängiges Selbst überhaupt nicht gibt. Natürlich ist ihm das freigestellt... Aber ich finde eine solche Behauptung nicht in der Lehre. Jegliche Erscheinung als nicht selbst zu betrachten....oder irgendetwas nicht als sein Selbst zu betrachten... Ist nicht gleichbedeutend mit dieser Aussage, dass es das nicht gibt.

    Das es das nicht gibt oder ob es das gibt, ist eine spekulative Ansicht.. Sowas könnte man ewig glauben, ohne darüber jemals echte Erkenntnis erlangen zu können... Buddha ging es meiner Meinung nach aber um echte Erkenntnis und nicht um Glauben.

    Da ist eigentlich mein Erfahrungsweg. Mein Problem war das da kein Selbst sein kann weil ich mich nie mit einem identifizieren konnte. Mir zerfiel dieses Ding schon immer, seit meiner Kindheit. Also ich komme aus der Ecke der Selbst Vernichter. Aber als ich anfing mit "Sitzen" wurde immer deutlicher das da eines sein muss, so unwahrscheinlich das auch war, da war was das ich als Selbst bezeichnen konnte sogar musste gegen jede Überzeugung. Das begann 1990. Über diesen Zweifel bin ich nie hinaus gekommen. Da ist kein Selbst und das was sich da meldet ist ein Selbst so unfassbar unwahrscheinlich das auch war, es ist.


    Da hat mir Buddha geholfen. Weil er der Erste war der diesen Zweifel zerbrochen hat. Erst vor Kurzem. Jetzt ist das so das beide kein Selbst und Selbst eine unwahrscheinliche Möglichkeit wurden die immer irgendwie erscheinen, aber keines wird mehr als Position angenommen, ohne eine Position mehr zu leugnen. Das hatte zu Folge das zwischen denen ein "Selbst" erscheint das wissentlich kein Selbst ist weil es sich nicht berühren, anfassen, ergreifen oder gar festhalten lässt. Das ist da und nicht unwahrscheinlich, aber auch nicht wahrscheinlich ist. Das war schon immer da wurde aber von den unwahrscheinlichen Positionen verborgen.


    Dieses Unfassbar, unwahrscheinlich, unmögliche Selbst ist das Selbst das selbst Buddha nicht beseitigen kann und ich habe ihm zugehört und habe oft seinen Kampf mit dem kein Selbst und Selbst gespürt, die Unmöglichkeit eine der unwahrscheinlichsten Möglichkeiten, kein Selbst und Selbst, zu halten und doch ist da ein Selbst das nicht als Selbst ja mit keinem Gedanken ergriffen werden kann.


    Als das letztendlich durchschaut wurde war der Baum des Leidens samt seinen Wurzeln nicht ausgerissen, sondern wie ausgerissen, er war nicht mehr da. Und seit vier Tagen komme ich an Erinnerungen, sie steigen auf, die ich gar nicht haben kann, doch es sind meine und sie sind endlich durchschaubar in ihrem Ursachen, Wirkungsprinzip des Kamma das ich getan habe.

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    Edited once, last by Ellviral ().

  • Man kann erst endlich mit dem suchen aufhören, wenn wirklich vollkommen klar ist, dass es unmöglich ist zu finden... Solange man glaubt da ist ein Selbst, da ist kein Selbst, wird man sich das auch versuchen zu beweisen. Da ist dann dieser Durst der gestillt werden will.

  • Man kann erst endlich mit dem suchen aufhören, wenn wirklich vollkommen klar ist, dass es unmöglich ist zu finden... Solange man glaubt da ist ein Selbst, da ist kein Selbst, wird man sich das auch versuchen zu beweisen. Da ist dann dieser Durst der gestillt werden will.

    Genau so ist es mir gegangen ich habe mich verdursten lassen. Jammer doch klage doch du kommst hier nich durch der Brunnen ist versperrt.

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    Bedingtes Entstehen in wechselseitiger Abhängigkeit ist Erleben.

  • Nur sprach Void davon, dass er soweit gehen würde, dass es ein unabhängiges Selbst überhaupt nicht gibt. Natürlich ist ihm das freigestellt... Aber ich finde eine solche Behauptung nicht in der Lehre. Jegliche Erscheinung als nicht selbst zu betrachten....oder irgendetwas nicht als sein Selbst zu betrachten... Ist nicht gleichbedeutend mit dieser Aussage, dass es das nicht gibt.

    Das es das nicht gibt oder ob es das gibt, ist eine spekulative Ansicht.. Sowas könnte man ewig glauben, ohne darüber jemals echte Erkenntnis erlangen zu können... Buddha ging es meiner Meinung nach aber um echte Erkenntnis und nicht um Glauben.

    Also zu den drei Daseinmerkmalen steht da:

    Ob, ihr Mönche, Vollendete erstehen oder ob Vollendete nicht erstehen: eine Tatsache bleibt es, eine feste und notwendige Bedingung des Daseins,

    • daß alle Gebilde vergänglich sind (anicca)
    • daß alle Gebilde dem Leiden unterworfen sind (dukkha)
    • daß alle Dinge ohne ein Selbst (*1) sind (anattā)

    Dies erkennt und durchschaut der Vollendete, und hat er es erkannt und durchschaut, so lehrt er es, zeigt es, macht es bekannt, verkündet es, enthüllt es, legt es auseinander und macht es offenbar,

    • daß alle Gebilde vergänglich sind.
    • daß alle Gebilde dem Leiden unterworfen sind.
    • daß alle Dinge ohne ein Selbst sind.

    Für mich steht da nicht, dass man alle Gebilde so betrachten soll, als wären sie ohne Selbst, sondern dass alle Dinge ohne ein Selbst sind. Ich bin ohne Selbst, die Kaffetassse ist ohne selbst, das Weltall - nichts hat ein Selbst. Ja, und wenn es halt keiner hat, wo soll es denn da sein? Klar kann man sich vorstellen, dass sich das Selbst auf Alpha Centauri irgendwo unter einem Teppich versteckt und sich denkt "Keiner hat mich! keiner kriegt mich! keiner findet mich! hahahaha!" Aber selbst wenn sich dieses Selbst auf Alpha Centauri unterm Teppich versteckt, wäre es selbst ein Ding und dürfte sich selber nicht haben. Von daher wüßte ich nicht wo es hinsollte.


    Und unter (*1) ist ein Verweis auf eine Stelle wo steht:

    Unmöglich ist es, und es kann nicht sein, daß ein Erkenntnis besitzender Mensch irgend etwas (*2) für ein Selbst halten sollte. Solche Möglichkeit besteht nicht. Wohl aber ist es möglich, daß ein Weltling irgend etwas für ein Selbst hält. (*3)

    Im Prinzip verstehe ich glaube ich worauf du hinauswillst: Nämlich darauf, dass solche Aussagen mehr darauf hinauslaufen,w as heilsam ist und was nicht, und Buddha immer eher auf einer phänomenalen Ebene (was erscheint in usnerem Bewusstsein) redet, als dass er Aussagen über objektiven Bestehen und Nichtbestehen von Dingen machen würde.


    Aber das Nicht-Bestehe eines Selbstes ist vielleicht gar keine Aussage über ein Ding (unterm Teppich) sondern über eine Eigenschaft. So wie ja Unvergänglichkeit eine Eigenschaft ist, die unmöglich ist ist auch die "Besitzer"-Relation die in einem Selbst angedacht ist, unmöglich. Und nciht einfach nur nicht oder schwer aufzufinden.


  • Aus diesem Grund bleibt es bei der Klage vor der Gemeinschaft auf Beleidigung der drei Juwelen durch Accinca. Mag sein das er das mit Absicht gemacht hat oder einfach weil er die Lehre des Buddha nicht durchschaut hat. Was weiß ich denn. Eliott hat diesen Fehler auch schon mal begangen, etwas zu behaupten und mit Sutren zu belegen die bei genauem ganz lesen die Ansicht des Eliott nicht belegten. Beide verwenden diesen Trick: das lesen die sowieso nicht. Shits happend.

    Es gibt Unmengen an Metaebenen. Yang. Es gibt eine Ebene der Realität. Yin

    Dahinter gibt es nichts. Ich bin entscheidet Meta- oder Realebene.

    Bedingtes Entstehen in wechselseitiger Abhängigkeit ist Erleben.

  • Alle Dinge, einschließ0lich der kandha sind bedingt entstanden, unbeständig und ohne einen inneren Kern, Selbst.

    Das wird überhaupt nicht angetastet. Doch das Erscheinen des Selbst durch das Ich-bin-dies-denken des Menschen ist da was das nicht in den Dingen ist aber eben durch die Identifikation mit den Dingen unmittelbar erscheint. Selbst, ist ein Produkt des Menschen ja das macht ihn überhaupt erst zum Menschen. Muss er nicht dahingehend belehrt werden das da ein Selbst ist das er in nichts weiter findet als in seinem Denken? Das dieses Selbst überhaupt erst Denken wie es der Mensch macht ermöglicht? Ist er nicht dahingehen aufzuklären das es tatsächlich nur ein Selbst gibt das er selber erdenkt, weil er glauben will das bin ich, das ist mein, das ist mein Selbst?

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    Bedingtes Entstehen in wechselseitiger Abhängigkeit ist Erleben.

  • Anatta ist eine Eigenschaft die jedem Ding zu eigen ist. Ein Ding muss ja erstmal als Ding wahrgenommen werden... aber absolut gesehen ist da ja gar kein Ding, sondern das Ding entsteht u. a. bedingt durch die Wahrnehmung...Es wir erkannt"Da ist ein Ding" und bei genauerer Betrachtung kann dieses "Ding" auch als nicht aus sich heraus bestehend erkannt werden... Allein schon daraus, dass es wahrgenommen wird, ergibt sich, dass es nicht aus sich heraus bestehen kann. Es ist beeinflusst... Z. B. adsorbiert es Lichtanteile, reflektiert Licht.. welches wiederum die Sehnerven anregt usw. Erzeugt Geruch...es findet eine Interaktion an der Oberfläche statt, so daß gefühlt werden kann.... Alles was wahrgenommen werden kann, kann also nicht vollkommen unbeeinflusst nur aus sich selbst heraus bestehen. Ein Selbst (Atta) könnte niemals wahrgenommen werden... Es ist vollkommen zwecklos danach zu suchen, oder beweisen zu wollen, dass es sowas überhaupt nicht gibt.. Es entzieht sich schlichtweg jeglicher Erkenntnismöglichkeit.

  • Alle Dinge, einschließ0lich der kandha sind bedingt entstanden, unbeständig und ohne einen inneren Kern, Selbst.

    Das wird überhaupt nicht angetastet. Doch das Erscheinen des Selbst durch das Ich-bin-dies-denken des Menschen ist da was das nicht in den Dingen ist aber eben durch die Identifikation mit den Dingen unmittelbar erscheint. Selbst, ist ein Produkt des Menschen ja das macht ihn überhaupt erst zum Menschen. Muss er nicht dahingehend belehrt werden das da ein Selbst ist das er in nichts weiter findet als in seinem Denken? Das dieses Selbst überhaupt erst Denken wie es der Mensch macht ermöglicht? Ist er nicht dahingehen aufzuklären das es tatsächlich nur ein Selbst gibt das er selber erdenkt, weil er glauben will das bin ich, das ist mein, das ist mein Selbst?

    Ich habe etwas von Ajahn Chah gefunden:

    Zitat

    Frage: Sind Verunreinigungen des Geistes wie Gier oder Ärger nur Illusionen oder wirklich?

    Antwort: Sie sind beides. Die Verunreinigungen, die wir Begierde, Verlangen, Ärger oder Verblendung nennen, sind bloß äußerliche Erscheinungen. So wie wir eine Schüssel groß, klein, schön oder wie auch immer nennen können. Das ist nicht die Realität. Wir schaffen uns diese Begriffe durch unser Verlangen. Wenn wir eine große Schüssel wollen, nennen wir die alte Schüssel klein. Verlangen veranlaßt uns zu unterscheiden. Die Wahrheit ist jedoch nur, was ist. Betrachte es von dieser Seite. Bist du ein Mensch? Du kannst sagen, ja. So erscheinen uns die Dinge. Aber in Wirklichkeit bist du nur ein Zusammenspiel von Elementen oder eine Ansammlung sich verändernder Daseinsgruppen. Wenn der Geist frei ist, unterscheidet er nicht. Kein groß und klein, kein du und ich. Es ist nichts da. Wir sagen "Anattā", oder Nicht-Selbst. In Wirklichkeit aber gibt es weder Atta noch Anattā.

    Ein Gespräch


    Für mich kommt "ich bin so und so" (zB. Dünkel) ebenfalls aus dem Vergleich und weil da vermutlich irgendwann mal etwas wichtig war oder Gefühle auslöste, usw. (zB. andere Menschen, etc.).

    Ich nehme Zuflucht zum Bubu. (pali: Bubam saraṇaṃ gacchāmi)

  • ...das lesen die sowieso nicht. Shits happend.

    Er hat in letzter Zeit genug abbekommen wovon manches imho einfach nur üble Unterstellungen waren. Als wäre er ein Stein und man kann da ruhig nochmal drauf. Daran warst du nicht beteiligt, aber ich sehe ihn aktuell nicht mehr schreiben und ich finde es reicht. Ich spreche nicht dich damit an, aber ich spreche aus meiner Beobachterposition.


    Ich bitte um Verschiebung. Diese Diskussion (also auch ich) ist OT.

    Ich nehme Zuflucht zum Bubu. (pali: Bubam saraṇaṃ gacchāmi)

    Edited once, last by Spock ().

  • Hallo liebe/r Sunu.


    Ja stimmt, dass ganz kategorisch gesagt wird: "Es gibt kein Selbst." - habe ich bis jetzt auch noch nicht gefunden. Und ja, auch für mich ist da ein feiner Unterschied ob man sagt: "Da und da ist kein Selbst zu finden, man sollte etwas nicht als Selbst betrachten und der kategorischen Aussage: "Es gibt kein Selbst.". Fände ich interessant ob jemand noch so eine eindeutige Stelle findet. In MN2 wird das sogar als spekulative Ansicht bezeichnet.


    Ich meinte wirklich nur voids letzten Satz den ich als Ansatz gut finde. Und dann ist es egal ob da irgendwo außerhalb von allem noch ein Selbst ist oder nicht. Hast du ja auch geschrieben.


    Ich denke darüber kann man sowieso nicht wirklich reden, was dann ist. Es wäre ja immer noch die Welt der Vorstellungen und Benennungen, wenn man sagt da ist ein Selbst oder da ist kein Selbst. Also Denken ist innerhalb von allem, innerhalb der bedingten Welt. Es gehört zu den 5 Khandhas, was man ja in der Praxis als Nicht-Selbst betrachten und durchschauen soll. Das bin ich nicht, das gehört mir nicht, das ist nicht mein Selbst.


    Anguttara Nikaya IV.171-180


    Majjhima Nikāya 1


    Worüber man sprechen kann ist die konkrete Art der Übungen, die vom Buddha überliefert sind. Und da ist eine zentrale Übung und Sichtweise, die Dinge nicht als Ich, Mein oder Selbst zu sehen. Allerdings ist das ja schon eine hohe Übung, das wirklich durchzuziehen bis zur letzten Konsequenz und vollkommen zu durchschauen.


    Deswegen ist es doch klar, dass sich da Widerstände in uns zeigen die Dinge nicht als Ich, Mein oder Selbst zu sehen.

    Und andere wieder wollen die Erkenntnis und Entwicklung erzwingen und kommen erst recht nicht mehr mit sich und dem Leben klar.


    Deswegen auch hier der mittlere Weg. Weder überfordern, noch unterfordern. Ein gesundes Verhältnis zu sich aufbauen, bevor man alles loslässt was man glaubt zu sein. Erstmal mit dem wie es jetzt ist in Frieden kommen und dann weiter schauen, wenn man die vollkommene Erleuchtung dann immer noch will.


    Aber nur (m)eine Meinung.


    Liebe Grüße