Nicht-Ich und Wiedergeburt

There are 373 replies in this Thread. The last Post () by IkkyuSan.

  • Zitat

    ... durch die Unwissenheit bedingt die Karmaformationen, durch die Karmaformationen das Bewußtsein, durch das Bewußtsein das Geistige und Körperliche, durch das Geistige und Körperliche die sechs Grundlagen, durch die sechs Grundlagen der Bewußtseinseindruck, durch den Bewußtseinseindruck das Gefühl, durch das Gefühl das Begehren, durch das Begehren das Anhaften, durch das Anhaften der Werdeprozeß, durch den Werdeprozeß die (Wieder-)Geburt, durch die Geburt Altern und Sterben, Sorge, Klage, Schmerz, Trübsal und Verzweiflung. So kommt es zur Entstehung dieser ganzen Leidensfülle . . .

  • Diese Sutra ist für mich Maßgebend geworden was die Kette des bedingten Entstehens von Leiden betrifft, klarer geht es eigentlich nicht.


    SuttaCentral

    Vertrauen

    Es ist wie es ist. Empathie

    Es bleibt nicht so. Glaube

    Geistgestaltung - Wirken und Erleben (Empathie)

    Herzgestaltung - Wahrnehmen und Gefühl (Glaube)


  • Zitat

    so lange läuft der Daseinskreislauf weiter, bis verstanden wird, dass sich Name und Materie (ein Individuum) und Bewusstsein gegenseitig bedingen

    .


    Das Sutta ist sehr ausführlich.... Aber den Ausdruck Materie (ein Individuum).. Soll wohl nama rupa sein...

    1) Memoiren gefunden in der Badewanne

    2) Memoiren gefunden in der Badewanne


    In diesen beiden Post hab ich da mal mein Verstehen von DN 14 hingepackt.

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  • 1) Memoiren gefunden in der Badewanne


    2) Memoiren gefunden in der Badewanne


    In diesen beiden Post hab ich da mal mein Verstehen von DN 14 hingepackt.

    Danke...


    Zitat

    so lange läuft der Daseinskreislauf weiter, bis verstanden wird, dass sich Name und Materie (ein Individuum) und Bewusstsein gegenseitig bedingen


    Ich verstehe das schon so, dass eben durch Unwissenheit bedingt (nicht verstehen, Verblendung) der Daseinskreislauf weiter am laufen gehalten wird.

    Nama rupa und Bewusstsein bedingen sich gegenseitig... Da ist eben kein Selbst... Die illusion aber, dass da eins ist, nährt wiederum sensuelle Realität...

  • Ich kann das noch nicht in Worte fassen, aber es scheint mir noch einfacher und radikaler zu sein.

    Der Satz: Wirken und Erleben (die Geistgestaltung) ist das einzig Reale. hat noch eine Sicht bekommen: Karma. "Es bleibt nicht wie es ist." Wirken und Erleben ist Karma.

    Wahrnehmung und Gefühl ist die Herzgestaltung. Ist auch die UrsachenWirkung. "Es IST wie es ist." Denn die Herzgestaltungen werden (WERDEN/ etwas Da-Seinend-gestalten) durch Karma erst wirksam. Alles Geistige Gestalten ist Karma und dieses Gestalten geht den Taten und der Ursachenwirkungen voran.


    Der wichtigste je geschriebene Satz scheint mir immer mehr: Der Geist den Dingen geht voran, DIE Geist geprägt, die Geist gemacht.


    Nama Rupa: Benennung des Bildes erzeugt Bewusstsein der Benennung, Bewertung der Erinnerung an wohl oder nicht wohl, dieses Bewusstsein sucht dauernd in den Erinnerungen und findet Benennungen, Bewertungen und wertet sie dann um, werden wieder ein Nama Rupa, damit sie Berührung werden können: Das zusammentreffen von z,B, Auge, Augensinn und Augenbewusstseins-lauf. Ist also schon weit entfernt von: Wirken und Erleben ist das einzig Reale. Karma ist also weit vorher schon aktiv. Geht auch nicht anders wie sollte sonst eine Benennung oder Bewertung möglich sein oder gar eine Daseinsgestaltung, die ja erst ein Ich bin erzeugt, das Berührung weiter führen kann?

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    Edited once, last by Ellviral ().

  • Der Satz des Buddha lautet: Wirken und Erleben ist das einzig Reale. Geistgestaltung.

    Das das auch Karma genannt werden kann ist keine Erweiterung sondern ein Verwässern.

    Der Zweite ist: Wahrnehmung und Gefühl ist die Herzgestaltung.

    Der erste Satz mit der zusätzlichen Bennenung "Karma" machte mir nur klar wie fein und fast nicht erkennbar der Ursprung von Karma erkannt werden kann. Die Geistgestaltungen , lebend in Herzgestaltungen verknüpft, ist nicht Erleben. Buddha reserviert, separiert das Erleben so weit das weder Wirken , noch Wahrnehmen noch Gefühl eine Bedeutung hat. Erleben sind die im normalen Sein das manchmal sehr kurz auftretenden vollkommenen Losgelöstsein, Sekundenglück, nur Erleben.


    Wirken UND Erleben das nenn ich dann den kleinsten Beginn von Karma.

    Wahrnehmung UND Gefühl nenn ich dann den kleinste Beginn von Ursachen/Wirkung.


    Das ist für mich ein Notzeiger der mir wie eine Kompassnadel zeigt wo ich den mittleren Weg verlasse und mir ermöglicht Die Sekundenglück Momente auszudehnen und nur zu sein. Die andere "Wirkung" ist das ich in vollkommener Bewusstheit den Mittlern Weg verlassen kann um als Mensch,Person, Persönlichkeit zu leben und Karma in den Gröberen Daseinsformen zeugen und vergehen lassen kann. Ich kann Mein, Ich, mein Selbst leben und das ohne Reue weil ich sie vergehen lassen kann. Natürlich immer in Achtsamkeit auf mindestens 9 Tugenden. Das Sexuelle lass ich im Moment bei der Tugend der 5.

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  • Accinca;

    `Wodurch bedingt ist Dasein?', wenn man so fragte, wäre: 'Durch Anhangen bedingt ist Dasein' zu antworten.

    'Durch Anhangen, an das durch die Geistsgestaltungen, von mit Gewirktem Da-seienden.'


    Die einfachste Art dieses An-Hängen ist, das mit Wohl, Unwohl oder das weder Wohl noch Unwohl benannten, bezeichneten dann Da-seienden UrsachenWirkungen, die durch das Bewusstsein aufgefunden werden können und Umbenannt geworden, Interpretiert, Berührt werden können.

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  • Der wichtigste je geschriebene Satz scheint mir immer mehr: Der Geist den Dingen geht voran, DIE Geist geprägt, die Geist gemacht.



    material_dhammapada.pdf


    Allein dazu was dieser Satz ursprünglich bedeutet, bzw. wie man ihn angemessen übersetzen, kann, gibt es zig "offizielle" Ansichten.


    Einen echter Ursprung ist nicht auszumachen... Wo ist der Anfang von einem Kreis...? Der eine guckt halt zuerst dahin und der andere dort.. Wichtiger ist doch wo man ihn aufbrechen kann... Insofern man das beabsichtigt....

  • Ich prüfe die Worte mit meinem Leben, Interpretationen dienen mir nur dazu zu erkennen ob sie überhaupt anwendbar zur Prüfung sind. Mich interessiert nicht was da so uns so viele gesagt haben. Mich interessiert was sich bei meinem Leben bewahrheitet. Buddha hat es gleich so gemacht oder was glaubst Du warum er so viele Lehrer hatte die alle was anderes sagten und in irgendwas hinein interpretiert haben? Ich vertrauen dem Buddha, der Heilsgänger Gemeinde, vor allem denen die im Palikanon was gesagt haben das vom Buddha bestätigt wurde und der Lehre. Wem vertraust Du?

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  • Ich prüfe die Worte mit meinem Leben, Interpretationen dienen mir nur dazu zu erkennen ob sie überhaupt anwendbar zur Prüfung sind. Mich interessiert nicht was da so uns so viele gesagt haben. Mich interessiert was sich bei meinem Leben bewahrheitet. Buddha hat es gleich so gemacht oder was glaubst Du warum er so viele Lehrer hatte die alle was anderes sagten und in irgendwas hinein interpretiert haben? Ich vertrauen dem Buddha, der Heilsgänger Gemeinde, vor allem denen die im Palikanon was gesagt haben das vom Buddha bestätigt wurde und der Lehre. Wem vertraust Du?

    Das sind nur Übersetzungen, dazu kommt noch die eigene Ansicht wie man es liest, versteht bzw. wahrnimmt. Selbst wenn man Pali kann, ist es nicht den Buddha den man da hört... Da ist keine Informationsübertragung von einem Selbst zum anderen...

    Man nimmt bloß die Selbstillusion war, solange da ein Selbst zw. der Lehre steht.... So zielt die Lehre auf die Illusion des Selbsts... Damit Du den Buddha töten kannst, wo Du ihn triffst.

  • Selbst wenn man Pali kann, ist es nicht den Buddha den man da hört... Da ist keine Informationsübertragung von einem Selbst zum anderen...

    Man nimmt bloß die Selbstillusion war, solange da ein Selbst zw. der Lehre steht.


    Wenn man nicht den Buddha hört, wen dann? Woher kommt die Information? Aus dem eigenen Geist?

  • Das Vertrauen in die überlieferten Worte des Buddha sollte man wohl eher nicht "zu töten" versuchen. Im Verbund mit diesem Vertrauen entsteht ja auch Sicherheit. Unheilsame Vorstellungen à la "Ich existiere doch eigentlich nicht", "der andere existiert doch eigentlich nicht", sollte man aber erkennen, falls sie auftreten und zu überwinden suchen.


    So zielt die Lehre auf die Illusion des Selbsts...


    Jede Lehre zielt auf den Angesprochenen, damit er versteht und durch das Verständnis in die Lage einer anderen Praxis versetzt wird. Im besseren Fall könnte man sagen, die BuddhaLehre zielt auf die Durchschauung der falschen Vorstellungen und damit auch auf die Durchschauung von AttaGlauben.

  • Selbst wenn man Pali kann, ist es nicht den Buddha den man da hört... Da ist keine Informationsübertragung von einem Selbst zum anderen...

    Man nimmt bloß die Selbstillusion war, solange da ein Selbst zw. der Lehre steht.


    Wenn man nicht den Buddha hört, wen dann? Woher kommt die Information? Aus dem eigenen Geist?


    Da sind für mich Wortzeichen, die in Abhängigkeit entstanden sind, die als angemessen angesehen wurden, den Weg aus dem Leiden zu zeigen.

    Das besondere ist (und darauf muss man vertrauen), dass diese Wortzeichen frei von egoistischen Motiven entstanden sind.

    Sie sind an sich frei von jeglicher SelbstIllusion und "rein".. Diese Worte tragen an sich nicht im geringsten dazu bei, das Karma gebildet wird.. Diese Worte an sich sind völlig losgelöst von tun.....

    Das macht sie besonders. Zu behaupten sie wären von einem "Selbst" verfasst worden, würde sie ad adsurdum führen.

    Zur Lehre werden sie nichtsdestotrotz erst durch die Wahrnehmung desjenigen, der sie wahrnimmt.... D.h. die eigentliche Lehre entsteht erst in Abhängigkeit zu der Selbstillusion einer wahrnehmenden Person... Die Lehre zeigt dann ausschließlich auf diese Person "Selbst" und ist nicht etwa noch durch die Illusion eines Dritten geprägt. So weist sie den Weg indem sie direkt auf das Leiden zeigt...Auf das jeweilige Person, die damit gleichzeitig als eine Illusion und Ursache für das Leiden enttarnt wird.

    Naja..so sollte es sein... doch hat die Lehre im Laufe der Jahrtausende nicht auch schon etwas von ihrer ursprünglichen Reinheit verloren, indem sie von der Selbstillusion "Dritter" geprägt wurde? Bestimmt.... Und bestimmt wurde sie zwischenzeitlich auch wieder "reingewaschen" .. Usw....Da macht es für mich Sinn sie möglichst von allen Richtungen aus zu betrachten... Um den roten Faden herauszuarbeiten... Der noch von der ursprünglichen Leerheit bzw. Reinheit durchdrungen ist.

  • Da sind für mich Wortzeichen, die in Abhängigkeit entstanden sind, die als angemessen angesehen wurden, den Weg aus dem Leiden zu zeigen.

    Das besondere ist (und darauf muss man vertrauen), dass diese Wortzeichen frei von egoistischen Motiven entstanden sind.

    Sie sind an sich frei von jeglicher SelbstIllusion und "rein".


    Bis hierher kann ich dir sehr gut folgen.




    Diese Worte tragen an sich nicht im geringsten dazu bei, das Karma gebildet wird.. Diese Worte an sich sind völlig losgelöst von tun.....


    Hier kann ich dir nicht mehr folgen. Der Buddha hat doch zahlreiche Anleitungen "zum tun" gegeben. Und dieses "tun", wirkt sich wiederum auf das Karma aus, wenn auch nicht auf "ein Selbst". Wenn es so ist, wie du es hier darlegst, dann würde ich daraus schließen, dass die Worte Buddhas im luftleeren Raum rumschweben ohne Wirkung, ohne Folgen. Dies widerspricht aber der obigen Aussage von dir, dass Buddhas "Wortzeichen" den Weg aus dem Leiden zeigen sollen.



    Da macht es für mich Sinn sie möglichst von allen Richtungen aus zu betrachten... Um den roten Faden herauszuarbeiten... Der noch von der ursprünglichen Leerheit bzw. Reinheit durchdrungen ist.


    Das finde ich auch sehr sinnvoll :like:

  • Diese Worte tragen an sich nicht im geringsten dazu bei, das Karma gebildet wird.. Diese Worte an sich sind völlig losgelöst von tun.....


    Hier kann ich dir nicht mehr folgen. Der Buddha hat doch zahlreiche Anleitungen "zum tun" gegeben. Und dieses "tun", wirkt sich wiederum auf das Karma aus, wenn auch nicht auf "ein Selbst". Wenn es so ist, wie du es hier darlegst, dann würde ich daraus schließen, dass die Worte Buddhas im luftleeren Raum rumschweben ohne Wirkung, ohne Folgen. Dies widerspricht aber der obigen Aussage von dir, dass Buddhas "Wortzeichen" den Weg aus dem Leiden zeigen sollen.

    "Buddha" als vollkommen "Befreiter"? Da ist doch nichts mehr mit Karma... aber das ist wirklich nicht einfach zu verstehen... Denn mit der Lehre hat er ja etwas erschaffen mit einer riesigen Wirkung... So sieht es aus, wenn eben nicht richtig gesehen wird.. (meiner trüben Ansicht nach ) .

    Kein egoistisches Motiv.... Kein Karma.

    Die Worte des Buddha dienen keinem Selbstzweck...

    Es geht ja am Ende nicht darum etwas Gutes zu tun, aus egoistischen Gründen. Aber egoistische Motive sind vlt. der Grund für das Einsteigen... Weil ich etwas haben will oder weil Ich mir etwas erhoffe... Aber das hat eben nur etwas mit mir selbst zu tun... Und nicht mit dem Buddha...


  •  

    Die aufgezeichneten Gesänge, Wortzeichen, des Buddha, sind Karma. Sind Anleitung zu tun. Sind Anleitung zum Selbst-Erkennen. Sind Anleitung zum Selbst Erleben, SelbstWirken, SelbstWahrnehmen, SelbstFühlen, Erleben um Das Verwehen des Daseinsbrandes zu erfahren, weil das Daseinendes erschaffen verlischt. Das Verwehen des Daseinsbrandes geht bis zum Zerfallen, bitte noch ein Lächeln und dann? Geht mich nichts an, will ich nicht wissen, Verdammt noch mal kann ich nicht wissen. Ich will es Wissen.!!!!!


    Bitte nur ein Lächeln noch ein Lächeln und dann geh.

       

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