Gibt es ein Selbst?

There are 1,518 replies in this Thread. The last Post () by kesakambalo.

  • Quote

    Auch die Einbildung ist ein psychischer Vorgang, weshalb es völlig irrelevant ist, ob eine „Erleuchtung“ „wirklich“ oder „eingebildet“ genannt wird. Der, welcher eine Erleuchtung hat oder zu haben vorgibt, meint auf alle Fälle, erleuchtet zu sein. (...) Selbst wenn er löge, wäre seine Lüge eine seelische Tatsache. (C. G. Jung, 1939.)


    :):):):wink:

    "Der höchste Weg ist nicht schwer, nur ohne Wahl. Hasse nicht, liebe nicht, und es ist klar und eindeutig"

  • Ich finde es unerheblich, ob jemand wirklich oder nur eingebildet "erleuchtet" ist, denn in jedem Fall hat das Auswirkungen. Und an deren Auswirkungen ist möglicherweise erkennbar, worum es sich handelt. Man beachte nur die Tatsache, dass die meisten Menschen auf dieser Welt den Buddha nicht für erleuchtet halten oder gar nicht wissen, was das sein soll. Also, wen kümmert's.


    Auch ein "eingebildeter Erleuchteter" kann heilsam denken und handeln und muss nicht unbedingt an Größenwahn leiden. Wichtig erscheint mir dabei, dass ein Mensch sein höchstes Glück erreicht hat. Wer will ihm/ihr das nehmen?


    Ich freue mich über jede/n, der/die zu denen gehören, die dem Wunsch gerecht werden


    "mögen alle Wesen glücklich sein."


    _()_ Monika

    Ich bin der Wahrheit verpflichtet, nicht der Beständigkeit.
    Gandhi

  • Quote from hedin02

    Die Turbulenz, die durch „TNH“ mit seinem Gedicht (Ich vs. Nicht Ich) aufgetreten ist, liegt m.E. nicht nur an seinen „tiefgründigen“ Worten begründet, als vielmehr an dem Personenkult, der "TNH" bereits zu seiner Lebzeit zu begleiten scheint.
    Worte, Verse und Gedichte bieten einen breiten Interpretations Spielraum.


    Die Turbulenzen stammen m. E. von Menschen, die ihn und seine Lebensgeschichte gar nicht kennen. Das heißt man könnte ihn wahrscheinlich in der Vorstellung der Leute, die am lautesten rufen, beliebig z. B. für den Horst Seehofer oder Frau Merkel eintauschen, und es käme auf das Gleiche heraus. Vom Personenkult kann man sich beeindrucken lassen oder eben nicht, auch das ist ein Kriterium der inneren Reife. Für die Schüler des TNH wird schätzungsweise auch der Interpetationsspielraum viel geringer sein. N. Norbu z. B. bringt nebenbei auch Texte heraus, die man ausschließlich nach seinen Unterweisungen erwerben kann.

  • Quote from Bakram
    Quote from Yofi


    Wer sich in diesem Opfer-Modus befindet, dem bleibt sicher keine andere Möglichkeit, als sich gegen "äußere" Einflüsse in der Art zu wehren, dass er Feindbilder postuliert. Wenn es kein "anderes Selbst" gäbe, wären auch Karmaformationen nicht möglich. Das "andere Selbst" findet man übrigens auch im Tibetischen Buddhismus, und einen "Vernichtungsglauben" findet man im gesamten Buddhismus nicht.


    Wie soll ich Dir nun am besten Antworten ? Ich habe am Anfang meines Posts doch extra vermerkt, dass sich niemand davon betroffen fühlen soll. Jeder hat eine Ansicht.
    Ich kenne keine Feindbilder, allerdings unterscheide ich wohl zwischen Buddhadhamma und Adhamma.
    Was Sankhara betrifft (Karmaformationen) existieren viele verschiedenen Vorstellungen in den Köpfen genauso wie über "Vernichtungsglauben" den du mir unterstellst.


    Ich fühle mich nicht betroffen und habe, hoffe ich, auch niemanden ge-troffen. Dhamma aber, wie du schreibst, bedeutet den eigenen Geist mit der Weisheit zu verbinden, seine positive Eigenschaften stärken um sich so von den negativen befreien zu können. Das hat mit 'den anderen' und 'ihrem dhamma' überhaupt nichts zu tun.


    Intuitiv macht man nach und nach immer mehr richtig, denn Intuition bedeutet auch Entwicklung. Und das funktioniert eben nur dann, wenn man das urteilende Denken weg lässt. Womöglich kennst du auch das Zitat vom C. G. Jung über das Denken und Urteilen.

  • Quote from Yofi

    Dhamma aber, wie du schreibst, bedeutet den eigenen Geist mit der Weisheit zu verbinden, seine positive Eigenschaften stärken um sich so von den negativen befreien zu können. Das hat mit 'den anderen' und 'ihrem dhamma' überhaupt nichts zu tun.


    Mit Dhamma bezeichne ich die unverfälschte Lehre Buddhas wie sie im Palikanon zu finden ist. Was du da beschreibst sind deine eignen Ideen, welche sich möglicherweise an die Lehre Buddhas anlehnen, diese aber nicht explizit verkörpern.


    Unter der Formulierung "den eignen Geist mit der Weisheit verbinden" kann ich mir leider nichts vorstellen. Ich verstehe nicht was du damit meinst und wo und wie Buddha dies als Quintessenz seiner Lehre gelehrt haben soll.

    Es wäre schön wenn Du deine Aussagen über Buddhadhamma auch als solche belegen kannst. Zum Beispiel mit entsprechenden Textstellen im Palikanon.....

    Quote from Yofi

    Intuitiv macht man nach und nach immer mehr richtig, denn Intuition bedeutet auch Entwicklung. Und das funktioniert eben nur dann, wenn man das urteilende Denken weg lässt.


    ..................ansonsten muss ich annehmen, dass deine Aussagen nicht Buddhadhamma verkörpern sondern lediglich eben diesen, deinen persönlichen phantasievollen Intuitionen entsprungen sind.


    Ich will hier aber kein Fass aufmachen und mich in papanca verlieren.


    Eigentlich wollte ich ja nur auf die Frage von Spock antworten und anmerken, dass der zitierte Anapanasativerschnitt von TNH imho nicht der Lehre Buddhas entspricht. :)


    Quote

    Spock hat geschrieben:
    Ich verstehe das Problem nicht.
    Bakram hat geschrieben:
    Weil TNH ....eine esotherische Atta-Lehre verbreitet, die nichts ursprünglich buddhistisches mehr an sich hat...


    Nachvollziehbar belegt habe ich dies mit Werken eines sehr angesehenen Lehrer des Buddhadhamma ohne mich auf unreflektierte Intuitionen zu berufen.


    Leider ist die Diskussion wegen meiner Eitelkeit und v.a. Dünkel papanca-mässig aus dem Ruder gelaufen.
    Dafür entschuldige ich mich. _()_

    "Der höchste Weg ist nicht schwer, nur ohne Wahl. Hasse nicht, liebe nicht, und es ist klar und eindeutig"

    Edited 2 times, last by Bakram ().

  • Quote from Bakram
    Quote from Yofi

    Dhamma aber, wie du schreibst, bedeutet den eigenen Geist mit der Weisheit zu verbinden, seine positive Eigenschaften stärken um sich so von den negativen befreien zu können. Das hat mit 'den anderen' und 'ihrem dhamma' überhaupt nichts zu tun.


    Mit Dhamma bezeichne ich die unverfälschte Lehre Buddhas wie sie im Palikanon zu finden ist. Was du da beschreibst sind deine eignen Ideen, welche sich möglicherweise an die Lehre Buddhas anlehnen, diese aber nicht explizit verkörpern.


    Also etwas von dir Getrenntes. Das bezeichne ich als eine nicht besonders hilfreiche Idee.


    Quote

    Unter der Formulierung "den eignen Geist mit der Weisheit verbinden" kann ich mir leider nichts vorstellen. Ich verstehe nicht was du damit meinst und wo und wie Buddha dies als Quintessenz seiner Lehre gelehrt haben soll.


    Das ist auch gar nicht verwunderlich, s. o.


    Genau das wäre auch mein Vorschlag.


    Quote

    Eigentlich wollte ich ja nur bemerken, dass der zitierte Anapanasativerschnitt von TNH imho nicht der Lehre Buddhas entspricht. :)


    Das ging für mein Verständnis in einem umfangreichen Pensum an Schmähungen unter, ich freue mich aber trotzdem, dass du nun doch einsichtig bist. Deine Vorstellung vom Sinn der Worte des THN werde ich ohne mich daran zu stören unkommentiert lassen.

  • bakram:

    Quote

    Es wäre schön wenn Du deine Aussagen über Buddhadhamma auch als solche belegen kannst. Zum Beispiel mit entsprechenden Textstellen im Palikanon.....




    Was sagt das schon, wenn ich ausschließlich in PK Sprech schreibe? Abschreiben und Kopieren ist überhaupt kein Problem. Viele "Gelehrte"machen das, aber haben sie deswegen auch die beschriebenen Erfahrungen, die Reife, die Ablösung? Auch Theras lehren, wenn sie authentisch sind, in einer gewöhnlichen bis ungewöhnlichen und kreativen Umgangssprache. Siehe Buddhadasa.
    Dhamma Sprache muss nicht (rekapitulierender, indischer ) PK Sprech sein. Sie ist Handlung, die dem jeweiligen Wesen nutzbar sein muss, und das bedeutet: geschmeidig, formbar, gefügig, - mit Weisheit verbunden.
    Wenn jemand behauptet er wäre sowas wie im Besitz des Buddhadhamma rollen sich mir die Fußnägel hoch. Denn:


    „Wer den Dhamma sieht, sieht den Tathagata. Wer den Tathagata sieht, sieht den Dhamma.“ Und das heißt, das Naturgesetz(sacca-dhamma), das Gesetz der Natur(dhammajati)


    Alles andere ist nur Besitz von Wortschatz, intellektueller Erkenntnis oder Terminologie. Und selbst da kann man nicht ungelogen von Besitzen, höchstens von Vermögen sprechen.

  • Quote from Morpho

    Sie ist Handlung, die dem jeweiligen Wesen nutzbar sein muss, erhellend, lösend, und das bedeutet: geschmeidig, formbar, gefügig, - mit Weisheit verbunden.


    Daher kommt es auch, dass seit jeher jeder x-beliebige unreflektierte "Mist" als Buddhismus verkauft wird.
    Sobald es einem warm wird ums Herz bleibt die reflektierende Kritik der Vernunft leider oft auf der Strecke.

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  • Du redest von Leidenschaft. Das warme Herz(Intuition,Verständnis und Empfindsamkeit) kann kaum gemeint sein.
    Man kann auch Leidenschaft für Theorien hegen und sich dabei stetig im Hemmnis der Abneigung verheddern. Da kann man doch nur auf bloßes Vergegenwärtigen verweisen.


  • Danke.


    Warum ich das nicht verstehen kann, hatte ich geantwortet. Aber ich wiederhole meinen Gedanken nochmal. Ein offenes Herz und etwas "Ungeborenes" (Nicht-ich) wird auch im PK beschrieben und gelehrt, darum verstehe ich die Abneigung nicht, wenn der PK als Maszstab gelten sollte. Ich halte es fuer einen Irrtum zu denken der PK sei frei von Autosuggestion. Das was ich von TNH gelesen habe, war besonders fuer Menschen gedacht, die aengstlich sind, insofern finde ich das angebracht. Auch im PK gibt es in meinen Augen entsprechend Techniken wo die Atemmeditation mit Metta kombiniert wird, dh. einmal als gerichtete Meditation (Metta oder objektbezogen) und einmal ungerichtet.


    S.47.10. Die Wohnung der Nonnen - 10. Bhikkhunupassaya Sutta


    http://www.palikanon.com/samyutta/sam47.html#s47_10

  • Quote from Bakram
    Quote from Yofi

    Intuitiv macht man nach und nach immer mehr richtig, denn Intuition bedeutet auch Entwicklung. Und das funktioniert eben nur dann, wenn man das urteilende Denken weg lässt.


    ..................ansonsten muss ich annehmen, dass deine Aussagen nicht Buddhadhamma verkörpern sondern lediglich eben diesen, deinen persönlichen phantasievollen Intuitionen entsprungen sind.


    vipassanā wird als intuitiver Klarblick umschrieben, falls du ein Problem mit der "Intuition" hast. Das ist eine Methode, die direkt im Palikanon erwähnt wird.


    Wenn man sich nur an der Schrift im Hinblick auf Worte und Sätze halten will, ist das nicht so effektiv als wenn man sich direkt mit den Inhalten auseinander setzt.

  • Quote from Bakram

    Damit ist gemeint, dass wir falsche Vorstellungen, die schöne Gefühle auslösen schnell und kritiklos als Wahrheit akzeptieren. Wahrheiten hingegen, die Schmerzen bereiten genauso schnell und kritiklos als Unwahrheiten abtun.


    Es scheint eine solche "unangenehme" Wahrheit hattest du im Zitat von Thich gefunden, hätte das nicht so gewesen sein können?


    Grüße

  • Quote from Spock

    Warum ich das nicht verstehen kann, hatte ich geantwortet. Aber ich wiederhole meinen Gedanken nochmal. Ein offenes Herz und etwas "Ungeborenes" (Nicht-ich) wird auch im PK beschrieben und gelehrt, darum verstehe ich die Abneigung nicht, wenn der PK als Maszstab gelten sollte


    Das Ungeborene oder das Todlose sind Bezeichnungen für Nibbana. Damit wird nicht ein Selbst bezeichnet.


    Diese Stellen begründen die Abneigung:
    10. Einatmend bin ich mir bewusst, dass ich nicht dieses Bewusstsein bin. Ausatmend bin ich mir bewusst, dass dieses Bewusstsein dem Nicht-Selbst angehört.
    11. Einatmend weiß ich, dass ich von diesem Körper nicht begrenzt bin. Ausatmend weiß ich, dass dieser Körper nicht von einer Lebensspanne begrenzt ist.
    12. Einatmend weiß ich, [u]dass dieser Körper der fünf Aggregate todlos und geburtlos ist. Ausatmend weiß ich, dass ich geburtlos und todlos bin.
    13. Einatmend lächle ich der Geburtlosigkeit und Todlosigkeit dieses Körpers zu. Ausatmend lächle ich der Geburtlosigkeit und Todlosigkeit dieses Selbst zu.




    Buddhistisch relevante Sutten sind diese:


    http://www.palikanon.com/majjhima/m118n.htm
    Das steht dann aber nichts von ewigem Leben, Geburtslosigkeit, Todlosigkeit, Ewigkeit, Nicht-Selbst wie oben bei TNH.


    Das von dir zitierte Sutta beschreibt Samatha:

    Man kann Gefühle auf zwei Arten auslösen: Etwas einfacher (für den mit schlaffem Gemüt :) ) "nach aussen gerichtet" indem man sich was angenehmes vorstellt und etwas schwieriger (für den bereits fortgeschrittenen) direkt "nach innen gerichtet" ohne Umweg über eine äussere Vorstellung. Man verweilt nicht im Bewusstsein dieser Gefühle und Vorstellungen, diese dienen nur zur Initialzündung um Samatha zu erreichen:
    " Und er zieht es zurück und erwägt nicht mehr und sinnt nicht mehr. So erkennt er: 'Frei von Erwägen, frei von Sinnen bin ich, nach innen achtsam ist mir wohl'. "


    Dann gäbe es noch Vipassana, das erwähne ich aber nur der Vollständigkeit halber. Sprengt sonst den Rahmen und wir werden off Topic.

    "Der höchste Weg ist nicht schwer, nur ohne Wahl. Hasse nicht, liebe nicht, und es ist klar und eindeutig"

  • Der Verlauf eines Bewusstseins-Momentes erklärt explizit warum und wodurch das Selbst entsteht, wie es sich Schritt für Schritt während des Momentes manifestiert und welche Wirkungen das Selbst haben kann.
    Der Bewusstseins-Moment erklärt auch, dass karmische Hypotheken und ein äußere Form, das „Nicht-Selbst“, Voraussetzung für die Entstehung eines „Selbst“ sind.
    Der Atem, der Körper, die Wahrnehmung, das Gefühl usw. sind das Selbst, bzw. Mittel um das Selbst aufrecht zuhalten; ohne Benennung wären sie nix, also Nicht-Selbst.

  • Quote from hedin02


    Der Atem, der Körper, die Wahrnehmung, das Gefühl usw. sind das Selbst, bzw. Mittel um das Selbst aufrecht zuhalten;


    Quote from palikanon

    Alle Wesen bestehen durch Nahrung. Alle Wesen bestehen durch Unterscheidung.


    DN 33, insbesondere die Fußnote 66

    Quote from hedin02


    ohne Benennung wären sie nix, also Nicht-Selbst.


    Also sie wären doch was, nämlich Nicht-Selbst. Nicht-Selbst ist ja auch eine Benennung. Was man erkennen sollte, dass ist diese Ebene der Sprache, die jegliches Diskursive in Widersprüche treibt. Einfach mal Nagarjuna 24. Kapitel lesen.

  • Quote from Yofi

    , falls du ein Problem mit der "Intuition" hast. .


    Das Problem, welches ich mit der Intuition habe besteht darin, dass diese wie alle geistigen Vorgänge Produkt von paticca samuppada (Kette bedingten Entstehens) ist. Dadurch ist sie konditioniert. Nur weil sie gewöhnlich unbewusst bleibt ist sie noch lange nichts "heiliges".
    Wenn sie nicht unter ständiger reflektiver Kontrolle durch die Vernunft stehen können intuitive Gedanken auch mal gefährlich werden: Wahnvorstellungen, Affekte etc.
    Womit ich ausdrücken will: Die bewusste Vernunft sollte immer über der unbewussten Intuition stehen und diese kontrollieren. Z.B: woher die Intuition kommt und welches (unbewusste) Ziel sie verfolgt.


    Natürlich ist es alles andere als einfach unbewusste geistige Vorgänge zu erkennen. Aber genau dazu dient ja schliesslich eine buddhistische Geistesschulung (-> Anapanasati). Die hat natürlich nicht viel mit TNH's Meditationsvorschlag gemeinsam.

    "Der höchste Weg ist nicht schwer, nur ohne Wahl. Hasse nicht, liebe nicht, und es ist klar und eindeutig"

  • Intuition aus der Sicht der analytischen buddh. Philosophie:


    Grundsätzlich gehen Intuitionen, genauso wie die Absicht und der Wille, den Handlungen voraus.
    Die intuitiv entstandenen Handlungen werden hierbei von der Geistpforte, dem sechsten Sinn in Gang gesetzt und diese fordert im Gegensatz zu den anderen 5 Sinnen keinen Kontakt mit äußern, dingfesten Formen.
    Dadurch entsteht der Eindruck des intuitiven, des spontanen und grundlosen Handelns.

  • Quote

    Die volle Auswertung eines einzelnen Moments der Intuition mag von entscheidender Bedeutung sein für den Fortschritt auf dem Heilsweg der Buddha-Lehre. Wenn jedoch der geistige Zugriff zu langsam oder zu schwach ist, so mag eine flüchtige intuitive Klarblickserkenntnis entgleiten, bevor man sie voll für das Werk der inneren Befreiung auswerten kann; und es mag sein, daß eine solche Intuition sich erst nach Jahren oder überhaupt nicht mehr im gegenwärtigen Leben des Übenden wiederholt. Schulung im beobachtenden Innehalten aber wird es leichter machen, einen flüchtigen intuitiven Moment tief und voll zu erfassen.


    http://www.palikanon.com/diver…atthana/satipatt_08b.html


    "Intuition" kommt in diesem Text 14 mal vor.

  • Quote from hedin02

    Intuition aus der Sicht der analytischen buddh. Philosophie:


    Grundsätzlich gehen Intuitionen, genauso wie die Absicht und der Wille, den Handlungen voraus.
    Die intuitiv entstandenen Handlungen werden hierbei von der Geistpforte, dem sechsten Sinn in Gang gesetzt und diese fordert im Gegensatz zu den anderen 5 Sinnen keinen Kontakt mit äußern, dingfesten Formen.
    Dadurch entsteht der Eindruck des intuitiven, des spontanen und grundlosen Handelns.


    Ich ergänze nur: Sechster Sinn darum, weil bei der Wahrnehmung 6 geistige Aktivitäten vorkommen. Der zentrale Geist und 5 seiner Faktoren.

  • Quote from Yofi

    Die volle Auswertung eines einzelnen Moments der Intuition mag von entscheidender Bedeutung sein für den Fortschritt auf dem Heilsweg der Buddha-Lehre. Wenn jedoch der geistige Zugriff zu langsam oder zu schwach ist, so mag eine flüchtige intuitive Klarblickserkenntnis entgleiten, bevor man sie voll für das Werk der inneren Befreiung auswerten kann; und es mag sein, daß eine solche Intuition sich erst nach Jahren oder überhaupt nicht mehr im gegenwärtigen Leben des Übenden wiederholt. Schulung im beobachtenden Innehalten aber wird es leichter machen, einen flüchtigen intuitiven Moment tief und voll zu erfassen.


    Ja, Intuition ist ein nützliches Instrument für Visualisierungen, wenn nicht sogar eine unverzichtbare Voraussetzung.